Picanol & Industrie 4.0

Webmaschinen für Technische Textilien haben oft Eigenschaften, die sich von denen für den Mainstream Markt unterscheiden. Somit bedürfen sie spezieller Aufmerksamkeit und Knowhow im Montageprozess. Aus diesem Grund hat Picanol für diese Maschinen eine gesonderte Montageeinheit geschaffen. Die Produktionstechniker in dieser “Zukunftsfabrik” sind sehr gut aus- und weitergebildet.

 

Die Basiskonstruktion der Maschine wird in der Hauptmontagelinie durchgeführt, aber dann wird das Gestell, für die weitere Komplettierung mit modularen Bauteilen, in die Spezialzone gebracht. Dies wird durch ein Expertenteam unter Verwendung modernster Montagehilfsmittel (physisch und kognitiv) ausgeführt. Es werden beispielsweise intelligente Hebezeuge verwendet, um die Module in effizientischter Weise zu manipulieren, zusammen mit verbesserten und virtuellen Techniken um Informationen zu erhalten, die genau in diesem Moment notwendig sind. Der Bediener erhält Montageanweisungen auf einem Tablet, welche ihn Schritt für Schritt durch den Zusammenbau der Teile und durch die Überwachung der Qualitätscheckliste führt. Die drahtlose digitale Technik kann ebenfalls dazu verwendet werden, um sicherzustellen, dass alle wichtigen Daten und Rückmeldungen automatisch erfasst und gespeichert werden. Das ist "Industrie 4.0" in Aktion.

Tatsächlich sind nicht nur die Picanol Produkte Industrie 4.0-ready, sondern macht der gesamte Produktionsprozess Gebrauch von der Industrie 4.0 Technologie um die Qualität und Zuverlässigkeit des Produktes weiter zu verbessern.

Die Verwendung von Industrie 4.0 Techniken in den Produktionsprozessen wird ihren Weg in alle Aspekte der Fertigung finden, nicht nur in der Textilindustrie. Die Digitalisierung der Produktion kann als 4. Industrielle Revolution angesehen werden, deren Einfluss nur mit den 3 vorangegangenen verglichen werden kann, nämlich dem durch Dampfmaschinen angetriebenen Webstuhl (1784), dem Montagefliessband (Ford, 1923) und der ersten Computergesteuerten Maschine (1969).